News aus Beratung

Hospiz hilft seit 15 Jahren

12.10.2015 - News-Kategorie: Beratung

  • Gruppe der ehrenamtlichen Mitarbeiter
  • Gruppe der ehrenamtlichen Hospizdienstmitarbeiter mit Hospizdienstleiterin Maria Baldwin (r.)

    NNN, 12.10.2015

    REUTERSHAGEN Nach langen harten Jahren hat sich der ambulante und ökumenische Hospizdienst eine kleine Auszeit gegönnt und am Freitag in der Kunsthalle sein 15jähriges Bestehen gefeiert. Alle ehemaligen und aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Netzwerkpartner waren eingeladen, gemeinsam auf die bisherige Entwicklung und Geschichte zurückzublicken.

    Bei der Festveranstaltung bedankte sich die Leiterin Maria Baldwin bei ihren 44 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für ihr geleistetes Engagement: "Ohne diese Menschen würde es uns nicht geben."

    Anwesend waren auch einige der ersten Teilnehmerinnen aus der Gründungszeit im Jahr 1994. Damals arbeiteten beispielsweise Hannelore Nehrenberg aus Warnemünde beim Sozialamt und Ingrid Schwenn, die heute in Schwaan lebt, beim Gesundheitsamt. 1996 entschlossen sich beide zu einer Zusatzausbildung bei den Maltesern. "Ich hatte damals schon mit vielen Krebskranken und ihren Angehörigen zu tun und wollte mich weiterbilden.", beschreibt Ingrid Schwenn den ersten Schritt auf dem langen Weg ihrer Hospiztätigkeit. Das Sterben werde in der heutigen Gesellschaft oft verdrängt. Der Hospizdienst unterstützt Betroffene und Angehörige auf allen Ebenen der letzten Lebensphase.

    Doch was ist im Allgemeinen den Angehörigen in den letzten Stunden des sterbenden Familienmitglieds zu raten, um den Tod erträglicher zu gestalten? ,,Viele reden einfach zu viel. Das Gehör stirbt als letztes und es gibt nichts mehr zu besprechen, was nicht vorher schon längst geregelt sein sollte.", gibt Ingrid Schwenn zu bedenken.

    Einfach schweigen und für den Sterbenden da sein, sei nicht einfach, aber angebracht. Diese Ansicht teilt Hannelore Nehrenberg. Das Familienmitglied solle im Mittelpunkt des Hauses, im Kreise der Lieben sterben. Die beiden Frauen sind heute nicht mehr aktiv. Aber sie haben viel erlebt und für den Nachwuchs Ratschläge parat. (mikl)

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