Gefördert durch

Zusammen. Zukunft. Gestalten.

OPeRA wird im Rahmen des Programms rückenwind+ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Mehr Informationen unter www.esf.de

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Rostocker Stadtmission sorgt für die Stärkung ihrer Mitarbeitenden

Im April 2017 startete ein EU-Projekt in Rostocker Stadtmission zum Thema: Organisationale und Personale Resilienz in der Arbeitswelt. OPeRA ist der kurze und prägnante Titel des Modellprojektes. Es wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen von rückenwind+ gefördert und dauert drei Jahre. Das Projekt richtet sich an Mitarbeitende in allen Arbeitsfeldern von Rostocker Stadtmission.

Ziel des Modellprojektes

Rostocker Stadtmission sorgt für Stärkung von Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Somit wird ein spürbarer Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des sozialen Unternehmens geleistet.

Fördern von Mitarbeitenden durch Stärken ihrer Resilienz

Das Projekt OPeRA zielt darauf, belastende Situationen in den einzelnen Arbeitsfeldern systematisch zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit ihnen zu erarbeiten. Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit. Angesichts zunehmender Herausforderungen und Belastungen, denen Mitarbeitende im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit immer wieder gegenüberstehen, wird die psychische Widerstandsfähigkeit immer wichtiger.

Existenzielle Situationen in der sozialen Arbeit

Veränderungen und Verunsicherungen, planbare und überraschende Abschiede sowie Ohnmacht und Ratlosigkeit sind Beispiele für existenzielle Situationen, in denen sich Mitarbeitende häufig wiederfinden. Sie stehen Menschen gegenüber, die nicht mehr weiterwissen, nicht mehr weiterkönnen, nicht mehr weiterwollen.

In derartigen Arbeitssituationen sind die Mitarbeitenden über das reguläre Maß ihrer Aufgabe hinaus belastet. Zum Teil werden sie mit Erfahrungen, Erlebnissen und Begegnungen aus ihrem eigenen Leben unvorhergesehen konfrontiert.

Die strukturelle Verankerung unterstützender und entlastender Maßnahmen ist das Kernziel von Organisationsentwicklung

Parallel zur Personalentwicklung werden ressortbezogene Arbeitskreise gebildet. Dort werden für das jeweilige Arbeitsfeld Möglichkeiten zur Unterstützung von Mitarbeitenden in belastenden Arbeitssituationen erarbeitet und ausprobiert. Bewährte und erfolgsversprechende Strategien sollen strukturell so in Rostocker Stadtmission verankert werden, dass Mitarbeitende erprobte Möglichkeiten kennen und Raum für deren Nutzung erhalten.

Eine Steuerungsgruppe aus verantwortlichen Führungskräften und der Mitarbeitervertretung sorgt für einen geeigneten Rahmen in Rostocker Stadtmission, welcher die Durchführung ermöglicht.

rückenwind - Für die Beschäftigten und Unternehmen in der Sozialwirtschaft

Ziel des Programms rückenwind+ ist, die Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten in der Sozialwirtschaft in Verbindung mit einer integrierten und nachhaltigen Personal- und Organisationsentwicklung in den Einrichtungen und Verbänden zu fördern und zu erhalten.

Gefördert werden integrierte Vorhaben im Hinblick auf die Personalentwicklung zur Verbesserung der Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit und die Organisationsentwicklung zur Verbesserung der Demografie-Festigkeit der Unternehmen.

Mehr zum Programm rückenwind+

Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Das vierköpfige OPeRA-Team koordiniert den Gesamtprozess innerhalb des dreijährigen Projektes, vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2020.

Dazu gehören:

  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung
    • der Kurse
    • der Steuerungsgruppe
    • der Beiratssitzungen
  • Inhaltliche & organisatorischen Vorbereitung der Arbeitskreise
  • Moderation der Arbeitskreise
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Dokumentation & Ergebnissicherung des Projektfortschrittes
  • Verwaltung & antragsgerechte Abrechnung mit dem Bundesverwaltungsamt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich an der Durchführung von OPeRA zu beteiligen und an den Ergebnissen teilzuhaben:

  • Ressortübergreifende Kurse für zahlreiche Mitarbeitende
  • Mitarbeit an Arbeitskreisen für ausgewählte Mitarbeitende
  • Ausbildung zu Multiplikatoren für ausgewählte Mitarbeitende
  • Beteiligung an Erprobungsphasen von Unterstützungsangeboten für ausgewählte Teams
  • Information über relevante Ergebnisse in Dienstberatungen für alle Mitarbeitenden

Interessierte Mitarbeitende wenden sich bitte an ihre jeweiligen Dienstvorgesetzten.

In erster Linie begegnen sich Mitarbeitende der verschiedenen Arbeitsbereiche von Rostocker Stadtmission in den OPeRA-Kursen. So lernen Sie sich untereinander kennen.

Die OPeRA-Kurse dienen der persönlichen sowie fachlichen Auseinandersetzung mit schwierigen und herausfordernden Situationen bzw. Erfahrungen in ihrer Arbeitswelt. Die Kurse bieten die Möglichkeit des Austausches über eigene Erlebnisse, Besonderheiten und über Bewältigungsstrategien.

Die Kurse finden in den Jahren 2018 und 2019 statt.

Die Kurse sind ein Angebot für alle Mitarbeitenden von Rostocker Stadtmission.

Dieses Angebot richtet sich an Führungs- und Fachkräfte aller vier Ressorts (Bildung und Erziehung, Altenhilfe, Beratung und soziale Integrationshilfen), der Verwaltung, der Wirtschaftsdienste und der Rostocker Tafel.

Die Kurse sind ressort-ÜBER-greifend. An jedem Kurs nehmen grundsätzlich Teilnehmende aus verschiedenen Einrichtungen teil. Ein Kurs umfasst ca. 15 Teilnehmende.

Mitarbeitende aller Ressorts Rostocker Stadtmission und somit aller Arbeitsfelder begegnen einander und haben die Chance, in einen Austausch zu treten.

Es werden getrennte Kurse für Fachkräfte und Führungskräfte angeboten.

Stellen Sie sich vor…

  • als Hausmeister treffen Sie auf eine Krankenschwester aus der Sozialstation
  • als Sozialarbeiterin aus den sozialen Integrationshilfen treffen Sie auf eine Mitarbeiterin einer Kita-Verteilerküche
  • als Kita-Erzieher treffen Sie auf weitere Männer aus Frauenteams etc.

Die Informationskette verläuft so, wie Sie es gewohnt sind: Über Ihre Einrichtungsleitung, hausinternen Dienstberatungen und Informationstafeln.

Nein.

In den Kursen geht es allein um Sie.

Jedem/r Einzelnen soll in den Kursen ein Raum gegeben werden, sich behutsam, respektvoll und bedacht mit sensiblen Themen, Sinnfragen, Selbstsorge und Spiritualität sowie mit der existenziellen Kommunikation zwischen Kollegen/Innen und Betroffenen auseinander zu setzen.

Ein OPeRA Kurs umfasst 6 Tage innerhalb von 6 Monaten. Diese werden in zweitägigen Blöcken angeboten.

Die Teilnehmenden der OPeRA Kurse absolvieren täglich acht Arbeitsstunden. Den Teilnehmenden werden die acht Arbeitsstunden eines OPeRA Kurstages vergütet, unabhängig davon, welches Arbeitsverhältnis der Teilnehmende hat.

Die Pausen gehören zu den Arbeitszeiten, da sie ein wichtiges Kurselement zum Austausch über Arbeitsprozesse und gegebene Kursimpulse sind.

Die Teilnehmenden können anderen Mitarbeitenden der Rostocker Stadtmission begegnen und sich über die Herausforderungen ihrer Arbeitsfelder austauschen. Mit der Absolvierung des Kurses sollten alle Teilnehmenden neue Möglichkeiten im Umgang mit herausfordernden Situationen kennengelernt und ausprobiert haben.

Im optimalen Fall gehen die Teilnehmenden zukünftig sicherer mit solchen Situationen um und aus ihnen gestärkter hervor. Zusätzlich wird es zum Ende der Kurse ein Teilnahmezertifikat geben.

Nein.

Es wird verschiedene Kurse für jeweils Führungskräfte und Fachkräfte getrennt geben. Weiterführend können Sie als Mitarbeitende den direkten Weg zum Projektteam für Nachfragen oder Mitteilungen über Ihre Belastungen und Bedarfe nutzen: per Mail, Telefon, vereinbarte Termine und der für 14 Tage bereitgestellten anonymen OPeRA-Kiste in Ihrer Einrichtung.

Ja.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe sind durch ihre Tätigkeit in der Steuerungsgruppe, dem wichtigsten Entscheidungsgremium innerhalb des OPeRA-Projektes, bereits Teil des Projektes, aber Sie können ebenfalls an den Kursen zum Umgang mit herausfordernden Situationen teilnehmen. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe nehmen dann an den Kursen ihrer entsprechenden Hierarchieebene teil.

Die vier ressortbezogenen Arbeitskreise sind für die Organisationsentwicklung ein entscheidendes Instrument. Jeder Arbeitskreis wird durch ein Mitglied des OPeRA Teams moderiert. In einem Arbeitskreis werden die vorhandenen Maßnahmen im Umgang mit herausfordernden Situationen erfasst, überprüft und hinterfragt. Darüber hinaus werden gegebenenfalls neue Maßnahmen entwickelt und ausprobiert. Wenn diese Unterstützungsmaßnahmen sich in der Praxis bewähren, werden sie in den entsprechenden Einrichtungen und dem jeweiligen Ressort etabliert. Der Arbeitskreis hat stets die Möglichkeit, sich eine fachliche Begleitung von externen Experten zu relevanten Themen heranzuziehen.

Die Teilnahme in den Arbeitskreisen soll 24 x (8,0 Stunden/ Monat) ab dem 01.01.2018 bis zum Ende des Projektes 2020 beinhalten. Der organisatorische, zeitliche Rahmen wird den Besonderheiten des Ressorts selbstbestimmt angepasst.

Nein.

Die OPeRA Kurse erweitern auf einmalige Art und Weise das Weiterbildungsangebot für Mitarbeitende von Diakonie Rostocker Stadtmission in den Jahren 2018 und 2019.

Arbeitsbedingte Pflichtfortbildungen bleiben bestehen.

Die Teilnahme an weiteren Fort- und Weiterbildungen liegt im Ermessen der Ressortleitenden und Einrichtungsleitenden, wann, wo und wie viele Mitarbeitenden die Teilnahme ermöglicht werden können.

Es werden drei Kategorien der Fortbildung unterschieden:

  • gesetzlich geforderte turnusmäßige Fortbildungen (z.B. Brandschutz, Erste Hilfe)
  • Weiterbildungen aufgrund der Leistungsvereinbarung mit Kostenträgern (z.B. wenn gewisse Zusatzqualifikationen/Ausbildungen absolviert werden müssen, um die fachspezifische Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten)
  • Fort- und Weiterbildung zur konzeptionellen Entwicklung der Einrichtung

In der zuletzt aufgezählten Kategorie sind die OPeRA Kurse einzuordnen.