„Digitale Lebenswege“ im Maria-Martha-Haus

Leichtigkeit, Lebenskraft und neue Freude

Die Leiterin für das christliche Profil der Rostocker Stadtmission, Katharina Gladisch, Mitarbeitende vom ambulanten Hospiz- u. Kinderhospizdienst Rostock und Umland und die Leiterin der Tagespflege im Maria-Martha-Haus, Daniela Schumann.

Die Idee: Pilgerwege sollen auch für Menschen erlebbar werden, die nicht oder nicht mehr selbst hinaus in die Natur gehen können. Digitale Medien sollen dabei zukünftig helfen, solche Wege zu den Menschen zu bringen.

Angelehnt an den kirchlichen Jahreskreis entstehen derzeit erste Testformate. Dabei verbinden wir kirchliche Themen mit großen menschlichen Erfahrungen und Gefühlen. Die Tagespflege im Maria-Martha-Haus ist unser praktischer Erprobungsraum. Perspektivisch möchten wir aber ganz unterschiedliche Menschen erreichen: Bewohnerinnen und Bewohner unserer Altenhilfeeinrichtungen, Kinder in Kindergärten und unserer Grundschule, Mitarbeitende der Rostocker Stadtmission, Menschen in unserer Wohnungslosenhilfe und viele andere.

Im April ging unser erster Pilgerweg „Vom Dunkel ins Licht“ rund um Ostern an den Start.

Unser Weg führte von einer zunächst schweren und nachdenklichen Stimmung hinein in Leichtigkeit, Lebensfreude und neue Kraft. Irgendwann, schon fast am Ziel, stellten wir unseren Tagesgästen die Frage: „Wann fühlst du dich so richtig lebendig?“

Es kamen viele wunderbare Antworten. Eine davon kam von Helga, mit einer Energie in der Stimme, die uns alle berührte: „Wenn ich Ostseewasser an meinen Füßen spüre.“ Dieser Satz ist bei uns hängen geblieben. Und jetzt - vier Monate später - wurde aus einem Gedanken ein echtes Erlebnis.

Dank der Unterstützung vom amb. Hospiz- u. Kinderhospizdienst Rostock und Umland, der den Fahrdienst übernahm, konnte Helga gemeinsam mit zwei liebgewonnenen Freundinnen aus der Tagespflege und zwei Mitarbeiterinnen tatsächlich nach Warnemünde an die Ostsee fahren.

Und dort erlebten sie: Ostseewasser an Helgas Füßen. Feiner Sand unter ihren Füßen. Möwengeschrei in der Luft. Eine frische Meeresbrise im Gesicht. Und ein kleines Picknick dazu. Manchmal beginnt ein besonderer Lebensmoment mit einer ganz einfachen Frage. Wie schön ist es, einer Antwort nachgehen zu können.

Für uns ist genau das ein Teil dessen, was wir uns von unserem gemeinsamen Projekt „Digitale Lebenswege“ erhoffen: Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Gefühlen und Erinnerungen Raum zu geben - und vielleicht aus einem Gedanken einen echten Weg entstehen zu lassen. Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Erlebnis gemeinsam anstoßen konnten, und freuen uns auf alles, was wir zusammen in Zukunft noch bewegen und für die uns anvertrauten Menschen möglich machen können. Denn Pflege und hospizliche Arbeit begleiten das Leben.

Der nächste Lebensweg steht bereits in den Startlöchern: „Vom Wahrnehmen zum Danken“ - ein Erntedank-Pilgerweg. Wir sind gespannt, wohin dieser Weg uns führt.

 

Herzlichen Dank, dass Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende möglich machen!

Spendenkonto Rostocker Stadtmission – IBAN DE71 3702 0500 0003 8806 00 - Sozialbank

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