Gemeinsam für mehr Lebensqualität im Alter

Rostock | Hospiz und Pflege haben viele Schnittmengen, so lag es auf der Hand, dass beide Angebote, die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen den Ökumenischen ambulanten Hospizdienst und der Tagespflegeeinrichtung im Maria-Martha-Haus besprachen und in die Praxis umsetzten. Die Kooperation bringt nicht nur eine wertvolle Entlastung für pflegende Angehörige, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt.

Die Partnerschaft zwischen dem Hospizdienst und der Tagespflege begann mit der Teilnahme des Hospizes am "Angehörigen Café" und dem Sommerfest in der Tagespflege. Während des Festes erhielten die Besucher einen Einblick in die Arbeit des Hospizdienstes, der neben der Begleitung in der letzten Phase des Lebens auch psychosoziale Unterstützung für Pflegende bietet. Diese Unterstützung umfasst Besuche, Gespräche, Begleitdienste, Spaziergänge und sogar die Organisation von Theaterbesuchen. Dieses Angebot schafft nicht nur Freizeit für pflegende Angehörige, sondern wirkt auch der Einsamkeit entgegen, mit der viele Pflegende konfrontiert sind.

„Wir sehen in dieser Partnerschaft eine Chance, nicht nur die Pflegenden zu stärken, sondern auch die pflegebedürftigen Besucher.“ Freut sich Daniela Schumann, Leiterin der Tagespflege im Maria-Martha-Haus. „Ein interessanter Aspekt dieser Zusammenarbeit ist die Tatsache, dass die Arbeit der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter dazu beiträgt, dass Menschen länger zu Hause in ihrem eigenen Umfeld betreut werden können und ein Einzug in ein Pflegeheim hinausgezögert wird.“

Ehrenamtsausbildung ist wichtig

Die gelebte Kooperation zwischen Hospiz und Tagespflege realisiert nicht nur praktische Angebote hinaus. Es geht auch um die richtige Haltung und Einstellung im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen. Die Zeit am Lebensende eines Menschen ist eine Grenzsituation mit vielen Belastungen, die ein besonderes Maß an Empathie und Verständnis erfordert. Hier setzt die Ausbildung im Befähigungskurs mit dem Ziel an, die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, fördert, um ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Ohne das Engagement von ausgebildeten Ehrenamtlichen wäre die ambulante Hospizarbeit nicht möglich. Eine neuer kostenloser Befähigungskurs für Ehrenamtliche startet im Februar. Infos gibt es unter Tel. 0381 40310202 oder kinderhospiz@rostocker-stadtmission.de

Weiter Infos: https://rostocker-stadtmission.de/kinderhospizdienst

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