Patenprojekt „Zuhause in Rostock“ startet wieder!

Nach Corona und Personalwechsel nun wieder für geflüchtete Menschen und interessierte Paten erreichbar.

Rostock Lichtenhagen: Seit vier Jahren hilft die Rostocker Stadtmission geflüchteten Menschen, den Alltag in der Hansestadt zu meistern. Seit heute lenkt Dorothea Flake die Geschicke des Projektes. Aus Niedersachsen kommend lebte sie 18 Jahre in Hong Kong, bis sie schließlich vor sechs Jahren ihre neue Arbeitsstelle bei der Seemannsmission in Rostock fand. „Für mich war es eigentlich die erste Begegnung mit dem Osten, lebte ich doch eine Ewigkeit gar nicht in Deutschland.“ Erinnert sich Flake. „Aber das Meer, der Strand und diese hübsche überschaubare Stadt hatten es mir gleich angetan.“

Mit Menschen aus verschiedensten Ländern arbeitete sie ihr ganzes Leben. Sie wollte sich für sie engagieren und helfen und da sie gerne neue Herausforderungen sucht, war sie an der ausgeschriebenen Stelle im Patenprojekt interessiert.

Seit dem 1. Juli 20 20 ist sie die neue Koordinatorin von „Zuhause in Rostock“ und unterstützen potentielle deutsche Paten und Flüchtlinge beim Kennenlernen schaut, ob die Chemie stimmt und hilft bei allen Fragen und Problemlagen, die auftreten können.

„Als erstes werde ich erst einmal zu den Paten, Kooperationspartnern und geflüchteten Frauen, Männern und Familien Kontakt aufnehmen, denn seit dem Ausbruch der Pandemie im März lag das Projekt quasi auf Eis.“ Ist Flake motiviert und hat auch schon eine Menge Ideen, dem Projekt ihren ganz persönlichen Stempel aufzudrücken.

Selbst Patin einer syrischen Frau, weiß sie genau wovon sie spricht. Denn es ist nicht nur der Alltag der bewältigt werden muss, sondern nach wie vor geht es um das Erlernen der Sprache. „Ich habe eine Ahnung, wie schwer es ist Deutsch zu lernen – mindestens so schwer wie chinesisch“ sagt sie lachend.

Fröhlichkeit und Kontaktfreude sind ihr Markenzeichen. Neben dem Ausfüllen amtlicher Formulare und dem erklären deutscher Gepflogenheiten und  andere komplizierter Dinge, ist Lachen etwas weltumspannendes. Da ihr das leicht fällt, kommt sie schnell in Kontakt. So auch zur Ehrenamtlichen Ingrid Laabs aus Lichtenhagen, die das Bürgerbüro „gehütet“ hat, als alles zu gemacht wurde.

Etliche der Patenschaften wurden durch das Projekt der Stadtmission, das über Aktion Mensch gefördert wird, bereits vermittelt. Beziehungen sind der Schlüssel zur Integration und Dorothea Flake möchte mit dem Knüpfen neuer interkultureller Beziehungen noch viele Patenschaften, Veranstaltungen oder Projekte im Rahmen des Patenprojektes initiieren und umsetzen.

Fotos: Dorothea Flake und Ingrid Laabs (li)

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