SPD-Abgeordneter Dirk Stamer besucht Pflegedienst in Tessin

Wie sieht der Alltag in der ambulanten Pflege aus, welche Herausforderungen prägen die Arbeit derzeit und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, damit gute Versorgung auch künftig gelingt? Mit diesen Fragen besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Stamer am 17. September 2026 die Sozialstation und Pflegepension der Rostocker Stadtmission in Tessin. Vor Ort sprachen Angelique Menzl, Leiterin des Pflegedienstes, und Silvana Klonau, Bereichskoordinatorin ambulante Altenhilfe, ausführlich über die Situation der Pflege und die Zukunft zentraler Angebote.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Einblick in die tägliche Arbeit des Ambulanten Dienstes. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig und anspruchsvoll ambulante Pflege heute ist und wie wichtig flexible Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind. Besonderes Augenmerk lag auf der Pflegepension, deren rechtliche Rahmenbedingungen sich durch die geplante Pflegereform deutlich verändern könnten.

Große Sorge bereitet den Mitarbeitenden die geplante Neuregelung der Verhinderungspflege. Diese Leistung ist für viele pflegende Angehörige eine unverzichtbare Entlastung. Kürzungen oder Einschränkungen könnten nach Einschätzung der Stadtmission zu erheblichen Versorgungslücken führen – besonders für Familien, die bereits heute einen Großteil der Pflege zu Hause stemmen.

Im Gespräch wurde deutlich, wie stark politische Entscheidungen die Versorgung vor Ort beeinflussen. Was auf dem Papier abstrakt wirkt, entscheidet in der Praxis darüber, welche Angebote Einrichtungen vorhalten können und wie gut pflegende Angehörige unterstützt werden. Dirk Stamer berichtete, dass ähnliche Sorgen auch in anderen sozialen Einrichtungen seines Wahlkreises geäußert werden. Er sicherte zu, die Rückmeldungen in die politische Diskussion einzubringen. Nach seinen Angaben steht Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hierzu im Austausch mit der Bundesgesundheitsministerin.

Der Besuch verlief offen, konstruktiv und wertschätzend. Die Rostocker Stadtmission betonte, wie wichtig der direkte Dialog mit politischen Vertreterinnen und Vertretern ist, um die Auswirkungen geplanter Gesetzesänderungen sichtbar zu machen. Gute Pflege brauche engagierte Menschen – und verlässliche Rahmenbedingungen, die Entlastung ermöglichen und Versorgung sichern.

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